Erich Fried

Wenn man ans Meer kommt

soll man zu schweigen beginnen

bei den letzten Grashalmen

soll man den Faden verlieren

und den Salzschaum

und das scharfe Zischen des Windes einatmen

und ausatmen

und wieder einatmen

Wenn man den Sand sägen hört

und das Schlurfen der kleinen Steine

in langen Wellen

soll man aufhören zu sollen

und nichts mehr wollen wollen nur Meer

Nur Meer

6 Kommentare zu „Erich Fried

  1. Wenige Tage vorher hatte ich dieses Gedicht von Fried auch auf meinem Blog, natürlich mit keinem eigenen Foto, ich bin ein miserabler Fotograf, aber man kann es immer wieder lesen und noch dazu so wunderschön bebildert.
    Eure Aufnahmen, die ich mir bisher angeschaut habe, sind wunderschöne Verweilbilder, ich werde weiter stöbern.
    Lieber Gruß von Karin

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s